Mar 27

gestern habe ich Edgar zu einem Satsang in Wiener Neustadt begleitet. Als ich vor vielen Jahren das letzte Mal in Wiener Neustadt war, da war das ein Kaff. Und eher hinterwäldlerisch kam es mir vor, auch die dort lebenden Menschen. Der Abend gestern versetzte mich in Staunen. Aus mehreren Gründen.

Der Satsang wurde organisiert von jemandem der Deeksha gibt (er hat den Kurs in Golden-City in Indien gemacht) und wöchtenlich eine Deeksha-Veranstaltung in Wiener Neustadt macht. Und welche Freude, er kennt auch Elias. Elias war eine zeitlang im Satsangforum, und den habe ich dort sehr liebgewonnen. Er lebt jetzt, glaub ich, in Golden City und gibt dort auch Deeksha.

Nun zurück zu gestern. Es wurden vom Satsang-Organisator viele Leute für den Satsang zusammengetrommelt. Fast 30 an der Zahl.
Ich muss gestehen ich hatte einige Ressentiments bezüglich dieser Deeksha-Szene. Diese wurden an dem gestrigen Abend vernichtet. Da waren total liebe Menschen.

Als ich mich noch (vor eingigen Jahren) in ähnlichen Kreisen bewegete, also in der sogennannten Heiler/Energetiker-Szene war alles noch anders. Damals waren viele von denen noch ziemlich abgehoben, fanatisch/missonarisch, und vor allem auch sehr weltfremd unterwegs. Und gegen alles “weltliche”. Das kam mir alles ziemlich scheinheilig vor und das war auch einer der Gründe warum ich mich davon dann distanziert habe.
Aber gestern war ich einfach nur baff!!! Und es hat mich total gefreut dass sich da etwas getan hat. Er war total schön zu sehen dass es in diesen Kreisen auch sehr erdig zugehen kann. Der Satsang war schön und mit viel Lachen. Nach dem Satsang sind wir noch zum Heurigen. Und ich saß da so im Heurigen bei einem 1/8 Rotwein. Da waren ungezwungene Gespräche über Erleuchtung und ein Austausch über persönliche spirituelle Erfahrungen usw. Ich musste innerlich grinsen, weil ich hatte plötzlich das Bild vor Augen dass das vielleicht in einigen Jahren so sein wird, wenn man beim Heurigen sitzt und vielleicht den Nachbartisch belauscht, daß man dann so Dinge hört wie Satori oder No-Mind oder Kundalini usw. :-)). Das wird vielleicht ganz normal sein so wie ein Gespräch übers Wetter oder Fussball. Ich fand diesen Gedanken einerseits lustig, aber auch schön.
Und ich freue mich wirklich darüber was sich da so tut in dieser Szene. Da sind viele Menschen darunter die viel Power und Motivation haben um hmmm..ich sags jetzt mal vorsichtig…”good Vibrations” zu verbreiten - ohne diesen Fanatismus und ohne jemanden etwas aufdrücken zu wollen.
Es war zwar eine junge Frau im Satsang, eine sehr strenge Vegetarierin. Streng im wahrsten Sinne des Wortes und ziemlich radikal und verbissen mit Ihren Worten und Aussagen. Aber es war schön zu beobachten wie sie nach und nach im Satsang immer stiller und friedlicher wurde.

in diesem Sinne……

schönen Tag noch…

Mar 04

von Bertrand Russel

Nehmen wir an,
dass gegenwärtig eine bestimmte anzahl von menschen
mit der herstellung von nadeln beschäftigt ist.
Sie machen so viele nadeln, wie die weltbevölkerung braucht
und arbeiten acht stunden täglich.

Nun macht jemand eine erfindung, die er ermöglicht,
dass dieselbe zahl von menschen
doppelt so viele nadeln herstellen kann.
Aber die menschheit braucht nicht doppelt so viele nadeln.
Sie sind bereits so billig,
dass kaum eine zusätzliche verkauft würde,
wenn sie noch billiger würden.

In einer vernünftigen welt würde jeder,
der mit der herstellung von nadeln beschäftigt ist,
jetzt eben vier statt acht stunden täglich arbeiten,
und alles ginge weiter wie zuvor.
Aber in unserer realen welt
betrachtet man so etwas als demoralisierend.

Die nadelarbeiter arbeiten noch immer acht stunden,
es gibt viel zu nadeln.
Einige nadelfabrikanten machen bankrott,
und die hälfte der leute verlieren ihren arbeitsplatz.

Es gibt jetzt, genau betrachtet,
genausoviel freizeit wie bei halber arbeitszeit;
denn jetzt hat die hälfte der leute
überhaupt nichts mehr zu tun,
und die andere überarbeitet sich.

Auf diese weise ist sichergestellt,
dass die unvermeidliche freizeit elend hervorruft,
statt daß sie quelle des wohlbefindens werden kann.

Kann man sich etwas irrsinnigeres vorstellen?

______________________________________________________________________________________

diese wenigen Sätze sagen soviel aus. Es ist wirklich Irsinn.
Dachte mir auch oft als ich noch im Büro saß und so manche “ehrgeizigen” (dieses Wort sagt ja auch schon viel aus) Kollegen beobachtete: sind die irrsinnig?? wozu das alles?? Dieser Kampf um Anerkennung und Prestige ist anstrengend und geht an die Substanz. Und ich höre immer öfter von Herzinfarkten oder Burnout’s von meinen Ex-Kollegen. Es verwundert mich nicht. Ich verstehe natürlich dass viele Menschen unter Druck stehen, Existenzängste haben. Jedoch auf Kosten der Gesundheit da mitzumachen ist wirklich Irsinn.
Ich bekam letzte Woche einen Kommentar von einem “Niemand” (er hat sich selbst so genannt) der meinte ich soll meinen Arsch in Bewegung setzen, dann tut sich wieder was. Ich hab ihn nicht veröffentlicht weil mir das zu blöd war. Aber ich sag jetzt hier zu dir: Ich bewege meinen Arsch wann es mir passt. Und du darfst dir ruhig weiterhin den Arsch für andere aufreissen oder anderen in den Arsch kriechen um kein “Niemand” mehr zu sein. Du bist wahrscheinlich jemand für den “Arbeitslose” so eine Art “Niemand” sind. Ist ja cool, da bin ja lieber ein Niemand, als dass ich von einer Arbeit die mir keinen Spaß macht krank werde (im Grunde sind wir ja alle “Niemand”, aber dieser nette Mitleser hat es sicher anders gemeint ;-) ).

Liebe anderen Blog-Leser, verzeiht mir bitte so manches Wort, aber das musste einfach sein :-)) .

bis dann…